Das hektische Ypsilon
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Das hektische Ypsilon

Lebendige Typografie

Objekte mit der Fähigkeit auf Betrachter zu reagieren, haben das Potential zu einer überraschenden sowie emotionalen Kommunikation. Durch Kombination von physischer Präsenz, Bewegung und Reaktivität kann ein Objekt als Wesen mit Eigenleben und Persönlichkeit wahrgenommen werden. Sind diese Eigenschaften für eine typografische Umsetzung nutzbar? Ist Schrift denkbar, die spürt, wenn jemand da ist und darauf reagiert? Kann uns Schrift als lebendiges Wesen mit wandelbaren Zügen erscheinen?

Für meine Thesisarbeit bin ich dieser Frage nachgegangen und habe mit physisch-dynamischer Schrift experimentiert. Ich habe verschiedene Ansätze gesucht und auch die Möglichkeiten des Visualisierens und Erfahrbarmachens meines Konzepts ausgelotet. Mittels animierten Szenarien, Skizzen, Modellen und funktionierenden Prototypen möchte ich aufzeigen, dass kurzen Schriftzügen und Signaletik eine Persönlichkeit verleihen werden kann und abstrakte Zeichen als empfindsame Wesen erscheinen können.

Im theoretischen Teil der Arbeit analysierte ich verschiedene Objekte aus Kunst und Gestaltung, die auf einen Betrachter reagieren oder mit diesem interagieren. Ich habe dabei untersucht, was die kommunikativen Fähigkeiten solcher Objekte ausmacht und welche Arten von Beziehungen zwischen Objekten und Menschen entstehen können.

Die Prozessdokumentation und die theoretische Arbeit sind hier zu finden

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Juli 2013